Christian Fürchtegott Gellert


Gellert in LeipzigDer Dichter Christian Fürchtegott Gellert ist am 4. Juli 1715 in Hainichen, gut 100 km südöstlich von Leipzig, geboren. Die längste Zeit seines Lebens sollte Gellert in Leipzig verbringen. Der Dichter wurde vor allem durch seine Fabelbände „Fabeln und Erzählungen“ bekannt, die die menschliche Moral auf kritische und teils humorvolle Art in den Mittelpunkt rücken sollte. Seine Kritiken an der Gesellschaft fanden ein breites Interesse innerhalb des Volkes. So wurde die 1746 durch den Leipziger Verleger Johann Wendler veröffentlichte Fabelreihe ein voller Erfolg in der Zeit der deutschen Aufklärung.

Christian Fürchtegott Gellert Leipzig: Studium und Lehrtätigkeit

Christian Fürchtegott Gellert studierte zunächst in Meißen, ab 1734 wandte er sich dem Theologiestudium an der Universität Leipzig zu. In den Jahren 1741 – 1744 studierte Gellert zudem Literatur und Philosophie. 1751 wurde Gellert zum Professor für Philosophie und Dichtkunst berufen und lehrte unter anderem Moral, Poesie und Pädagogik. Er wurde faktisch zur Stimme des Volkes und beharrte auf menschliche Werte wie Hilfsbereitschaft und Vertrauen und Treue.

Tod in Leipzig

Gellert war der erste große literarische Aufklärer in Deutschland. Sein Erfolg bestärkte Dichter wie Lessing in ihrem Schaffen. Christian Fürchtegott Gellert verstarb am 13. Dezember 1769 in Leipzig. Er wurde zunächst auf dem alten Johannisfriedhof in Leipzig beigesetzt. Sein Bruder Friedrich sollte ihm nur wenige Wochen später ins Grab folgen. Nach der ersten Umbettung in die Johanniskirche, die zusammen mit den sterblichen Überresten von Johann Sebastian Bach erfolgte, wurden die Gebeine Gellerts in die Paulinerkirche überführt. Nachdem auch diese abgebrochen wurde, fand Gellert seine letzte Ruhestätte auf dem Leipziger Südfriedhof. Eine historische Grabplatte für ihn und seinen Bruder (siehe Bild) erinnert noch heute im Grassimuseum an den einstigen Ort seines Grabes.

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