Alte Handelsbörse


Alte Handelsbörse LeipzigDie Alte Handelsbörse Leipzig befindet sich auf dem Leipziger Naschmarkt, auf dem einst der Leipziger Wochenmarkt stattfand und auf dem viele Naschwaren (Brot und Süßwaren) verkauft wurden. Jährlich zur Adventszeit verwandelt sich der Naschmarkt zu einem historischen Weihnachtsmarkt. Die Alte Handelsbörse befindet sich seit 1687 auf diesem Platz (Grundsteinlegung am 30. Mai 1678, Eröffnung am 13. Oktober 1679), neben dem historischen Alten Rathaus im Zentrum der Stadt Leipzig. Vor dem Treppenaufgang der barocken Handelsbörse befindet sich das Leipziger Goethedenkmal, wenngleich Goethe mit der Handelsbörse zu Leipzig nicht viel am Hut hatte. Die Handelsbörse war einst Versammlungsort für Kaufleute und Stadtvertreter, die unlängst auf einen eigenen, öffentlichen Versammlungssaal gedrängt hatten. Hier wurde dem Namen nach wortwörtlich Handel betrieben. Die Handelsbörse auf dem Leipziger Nachmarkt ist mit Eröffnung im Jahr 1687 das erste Barockgebäude der Stadt Leipzig und Sachsens. Der Barockbau orientiert sich an italienischen und niederländischen Vorbildern. Wer hier allerdings ein großes Gebäude erwartet, wird enttäuscht. Die Handelsbörse ist keine 15m breit.

Alte Handelsbörse Leipzig: Geschichte

Der Baubeginn der Alten Handelsbörse zu Leipzig begann 1678 nach den Plänen des sächsischen Hofarchitekten Johann Georg Starcke. Bereits 1679 wurde in der unfertigen Handelsbörse zu Leipzig gehandelt. Laut Leipziger Chronik wurde 1699 im Obergeschoss der Leipziger Handelsbörse die erste deutsche Staatsbank eingerichtet, die vorrangig als Kreditbank tätig war. Dies sollte jedoch nur wenige Jahre so bleiben. Fast 200 Jahre später, im Jahr 1887, begannen in der Leipziger Handelsbörse die Tagungen der Leipziger Stadtvertreter. Aufgrund eines verheerenden Brandes wurde die Handelsbörse zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges 1943 schwer beschädigt. Der gesamte Innenraum wurde zerstört. Gut zwölf Jahre später 1955 begann der Wiederaufbau der Handelsbörse, der 1961 an originaler Stelle beendet wurde. So glänzt die Alte Handelsbörse noch heute in ihrer historischen Gestalt auf dem Leipziger Naschmarkt. Die aufwendigen Malereien und Stuckarbeiten, die sich im Inneren des Gebäudes befanden, konnten leider nicht wieder hergestellt werden. So ist der Innenraum der Alten Handelsbörse zu Leipzig im Gegensatz zur äußeren Erscheinung eher von einfacher Gestalt. Auffällig ist allenfalls der große Kronleuchter.

Architektur der Alten Handelsbörse Leipzig

Die Alte Handelsbörse zu Leipzig erstrahlt heute in weißem Gewand mit goldenen Zierelementen. Besonders hervorzuheben ist die barocke Architektur der Börse, die sich unter anderem durch den aufwendigen, doppelseitigen Treppenaufgang und der barocken Brüstung ausweist. Das flache Dach der Börse wird an allen vier Ecken durch Statuen der vier römischen Götter um Merkur (Götterbote und Gott des Handels), Venus (Göttin von Liebe, Schönheit, auch Landwirtschaft), Apollo (Gott des Lichts und der Künste) und Minerva (Göttin der Weisheit, Kriegskunst und Schutzpatronin des Handwerkes) gekrönt. Das schmale Eingangsportal der Handelsbörse zu Leipzig wird von einem doppelten Segmentbogen überspannt, der das Wappen der Stadt Leipzig trägt.

Alte Börse zu Leipzig heute

Zu besonderen Anlässen, wie klassische Konzerte und Lesungen, wird der Festsaal der Handelsbörse auch für die Öffentlichkeit geöffnet. Außerhalb spezieller Veranstaltungen wird das Besichtigen der Leipziger Handelsbörse jedoch eher schwierig.

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