Grassimuseum


Grassimuseum LeipzigDas Grassimuseum gehört zu den größten und bekanntesten Museen der Stadt Leipzig. Seinen Namen erhielt das Museum von Franz Dominik Grassi (gestorben 1880), einem Leipziger Kaufmann, der sein Erbe von ca. 2.300.000 Reichsmark der Stadt Leipzig vermachte. Das Grassimuseum gliedert sich in gleich 3 Museen, dem Museum für Völkerkunde, dem Museum für angewandte Kunst und schließlich dem Museum für Musikinstrumente. Das Grassimuseum befindet sich am Johannisplatz unweit des Alten Johannisfriedhofes. An ursprünglicher Stelle befanden sich das Johannishospital und die ehemalige Johanniskirche, die im Krieg stark beschädigt wurde. Grassi selbst wurde auf dem Johannisfriedhof beigesetzt.

Altes Grassimuseum

Das Alte Grassimuseum wurde nach Plänen vom Leipziger Stadtarchitekten Hugo Licht erbaut und befand sich ursprünglich am Königsplatz nahe der historischen Pleißenburg. Die Einweihung des Gebäudes erfolgte im Jahr 1896. Von Beginn an wurde hier das Museum für Völkerkunde und das Museum für Angewandte Kunst integriert. Der Königsplatz heißt heute Wilhelm-Leuschner Platz und selbst Pleißenburg musste dem Neuen Rathaus weichen. Mit der Fertigstellung des größeren Neuen Grassimuseums am Johannisplatz stand das historische Gebäude für eine neue Verwendung zur Verfügung. Es wurde zeitweilig als Messehaus genutzt, mehrfach umgestaltet und seit 1990 letztlich zur Leipziger Stadtbibliothek.

Neues Grassimuseum

Das Neue Grassimuseum wurde im März 1927 eröffnet und durch die Ausstellung „Europäisches Kunstgewerbe 1927“ weithin bekannt. Die Eröffnung des Kunstgewerbe-Museums erfolgte erst im September 1929, da der Neubau des Grassimuseums erst 1929 fertig gestellt wurde. Das Neue Grassimuseum überzeugt nicht nur durch seine Ausstellungsräume sondern vor allem auch durch seine äußere Gestalt, die im Stil des Art Deco umgesetzt wurde. Besonders auffällig ist das rote Gestein, das die Gebäudefassade und die grünen Innenhöfe umgibt. Auf der Front- und Eingangsseite des Grassimuseum thront die einer Ananas nachempfundene Spitze in den Himmel.

Museum für Völkerkunde

Das Museum für Völkerkunde in Leipzig ist einer der bedeutendsten dieser Art in ganz Deutschland. Präsentiert werden völkerkundliche Sammlungen aus allen Teilen der Welt. Die Sammlung ist reichhaltig und sehr speziell.

Museum für Musikinstrumente

Das Museum für Musikinstrumente ist ebenfalls einen Besuch wert. Es werden Musikinstrumente aus vielen Jahrhunderten (selbst aus dem Mittelalter) präsentiert, die bis in die Gegenwart reichen. Über 5000 Musikinstrumente werden hier ausgestellt. Zu den bedeutenden Ausstellungsstücken im Grassimuseum gehören das wohl älteste Klavier der Welt sowie zahlreiche Musikstücke aus der Zeit von Johann Sebastian Bach in Leipzig. Im Mittelpunkt stehen die Instrumente, wie diese geschaffen wurden, wann sie ihre Blütezeit erlebten und welche Klänge sie erzeugen.

Das Museum für Angewandte Kunst

Das Kunsthandwerksmuseum umfasst Kunstwerke aus der Geschichte und der Gegenwart. Präsentiert wird antike Kunst, chinesische Kunst und vieles mehr. Es gibt sogar Ausstellungsstücke aus Japan. Im Vordergrund stehen Porzellan- und Glasformen, Goldarbeiten, Möbel, Textilien sowie Hausgeräte.

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